Tagesberichte
Tag 1
Am Sonntag starteten 25 gut gelaunte Schüler und Schülerinnen zusammen mit 2 Lehrern um 6:15 Uhr in Saarburg. Die 10,5 stündige Fahrt ging über Straßburg, Basel, Lausanne (traumhafter Seeblick), den St. Bernhard-Tunnel und das Aosta-Tal nach Turin. Wir genossen die tolle Aussicht über den Alpenpass, von Sonne bis Schnee war alles dabei. Stimmung im Bus war super, obwohl es nicht leicht war eine Musikrichtung zu finden die allen zusagte. Die größte Hürde für manche Schüler/innen war das Ausschalten des Handy’s aus Kostengründen in der Schweiz. Erstaunlicherweise wurden rasch alternative Beschäftigungsformen gefunden. Gegen 19 Uhr erreichten wir endlich unser Hotel. Zum Abendessen gab es natürlich Pasta.
Tag 2:
Nach einem Schönheitsschlaf mit Langschläfer Frühstück (9 Uhr) starteten wir unseren Tag in 2 Gruppen. Die Herr Dück-Gruppe ging zum Paddle-Ball, dies ist eine Art Tennis im Glaskasten. Die Frau Temmes-Gruppe schaute sich beim Maserati-Händler um, der stahlblaue Maserati MCXtrema und der matt gelbe Maserati MC20 waren unsere Favoriten. Danach ging es zum A12 dem Shopping Zentrum am Stadion. Da es unser erster Tag war, machten wir eine Preisrecherche über Schokolade und Trikots um nicht zu viel Geld auszugeben. Um die Mittagszeit wurden wir mit Pizza belohnt. Nachmittags besuchten wir die King Bowling Funmily Bahn. Zum Abendessen gab es erneut Pasta.
Tag 3:
Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Bus zur Reggia, einem Jagd- und Freizeitsschloss von Vittorio Emanuele II. Dort lösten wir ein Quiz in den Palastgärten. Besonders gefallen haben uns die blühenden Kirschbäume und die Wasserfontänen. Danach besichtigten wir das Schloss und waren begeistert von den Gemälden der ehemaligen Schlossbewohner, den Gebäudemodellen und Waffen. Ein kulinarisches Highlight für uns war die Piadine, ein herzhaftes Wrap gefüllt mit Schinken, Käse, Tomaten usw. Am Nachmittag nutzten wir das schöne Wetter für sportliche Aktivitäten im Park Salvo D’Acquisto.
Tag 4:
Morgens besuchten wir unsere Partner Schule in Venaria Reale. Die italienischen Schüler/innen waren stolz darauf, uns ihre Schule zeigen zu dürfen. Wir starteten in der Aula. Dann gingen wir zum Kunstsaal, in die naturwissenschaftlichen Räume, den Musiksaal, die Bibliothek, die Turnhalle und zur Kantine. Zu unserer Überraschung wurde uns auch ein schuleigner Kinosaal zur Erstellung von Videos gezeigt. Danach wurden uns die Geschichte und die wichtigsten Informationen über Turin erklärt, bevor wir Kommunikationsspiele ausprobierten. Dazu gab es leckere italienische Süßigkeiten und Getränke. Natürlich hatten auch wir Plakate und Videos über Saarburg und Umgebung sowie Gastgeschenke mitgebracht.
Zum Mittagessen aßen wir köstliche Pizzen. Anschließend gingen wir zum Juventus Museum, wo wir viele Trophäen, Trikots sowie weitere historische Teile der Fußballausrüstung des Clubs anschauen durften. Schließlich nahmen wir an einer geführten Stadiontour teil, während der wir Hunderte von Fotos machten. Wir besuchten den Medien- und Presse Bereich, die Mixd Zone , die Umkleiden und das Spielfeld. Ein Highlight war sicherlich der Besuch des Juventus Shops, in dem wir Trikots und andere Fanartikel kauften.
Tag 5:
Nachdem wir mit ziemlichem Schlafmangel um halb 8 gefrühstückt hatten, fuhren wir ins Zentrum von Turin um, in der Gallerie d' Italia an einem Workshop zur Agenda 20/30 teilzunehmen. Als wir ankamen, trafen wir auf die italienischen Schüler, mit denen wir vor dem Museum ein Gruppenbild machten. In dem Museum wurde uns schnell klar, dass es sich bei den Bildern des Künstlers um die Auswirkungen von Umweltkatastrophen auf Menschen und Tiere handelt. Die Ausstellung Bestand aus folgenden Teilen, Steigender Meeresspiegel auf Grund von Treibhauseffekt, Dürre, zunehmende Trockenheit und Wassermangel sowie Brände machen immer mehr Gebiete unbewohnbar. Besonders interessant fanden wir, dass der Fotograf Nick Brant seine Bilder schoss, ohne sie groß zu bearbeiten, d. h. Bilder, die nicht aussahen als ob sie unter Wasser geschossen wurden, Nach den Rundgang spielten wir noch ein Spiel, um unser Wissen zu vertiefen.
Danach spazierten wir über die Mole Antonelliana zur Casa Mollina am Ufer des Pos, von wo man eine schöne Fernsicht hatte.
Nach dem Mittagessen in der Nähe der Universität gingen wir zum Palazza Madame, dem Osttor der römischen Stadt.
Dort starteten wir zusammen eine Schatzsuche. Diese endete am Porto Pallatina, dem Nordtor der römischen Stadt. Nach der Preisübergabe und einigen Gruppenfotos sangen und tanzten wir zu unserem Mottosong „Bella Napoli“.
Diese Showeinlage setzten wir vor der Kathedrale Saint John de Baptiste fort, bevor wir uns leider von den Italienischen Schülern verabschieden mussten.
Ein weiteres Highlight war der Besuch der Eisdiele Grom. Das Eis war mega lecker .
Nach dem Abendessen mussten wir dann leider unsere Koffer packen.
Tag 6:
Übermüdet, aber froh, an dieser teilgenommen zu haben, stiegen wir in den Bus. Nachdem einige ihr Schlafdefizit nachgeholt hatten, wurde es eine muntere, aber entspannte Rückfahrt, bei der unser Mottosong „Bella Napoli“ nicht fehlen durfte.
Über 400 Schülerinnen und Schüler der Realschule plus Saarburg und des Lycée Rosa Parks haben sich in den letzten zehn Jahren kennengelernt, gemeinsam gearbeitet und Freundschaften geschlossen. In ihrer Rede, anlässlich der gemeinsamen Feierstunde in Thionville, hob die Schulleiterin des Lycée Laurence Perquin Claren die Bedeutung solcher schulischen Kooperationen für den Zusammenhalt in Europa, vor allem angesichts zahlreicher globaler Spannungen hervor. Auch der Konrektor der Realschule plus Saarburg Ingo Sehr appellierte an die anwesenden Jugendlichen, sich für ein friedliches demokratische Miteinander und Werte wie die Freizügigkeit in Europa einzusetzen. Sehr sprach darüber, dass er für die Anreise nach Thionville zwei Grenzen überquert habe. Dies sei für uns heute völlig normal. In seiner Kindheit hingegen, sei man immer etwas ängstlich gewesen, wenn man an den Grenzen kontrolliert wurde. Er forderte die jungen Leute dazu auf, sich nicht durch falsche Nationalismen entzweien zu lassen.
Die rund 50 Jugendlichen, die in diesem Jahr am Austausch teilnahmen, hatten in den Tagen vor der Feierstunde unter dem Motto „Gemeinsam feiern - Fêter ensemble“ zahlreiche Aktivitäten durchgeführt. Im Anschluss an die Reden präsentierten sie einen eigenen Song bezüglich der deutsch-französischen Freundschaft und der Zusammenarbeit ihrer Schulen in Saarburg und Thionville. Dankesworte gingen an die aktuellen betreuenden Lehrkräfte beider Schulen, Frau Emilie Souchet, Frau Hannah Ottmüller sowie Frau Stephanie Sands, Herr Dominik Lutz, Frau Nadine Mallmann und an zwei ehemalige Kolleginnen, die den Austausch mit ins Leben gerufen hatten, Frau Eliane Liot und Frau Amelie Renard und die extra zu Feierstunde angereist waren.
Die Feierlichkeiten zum 10-jährigen Jubiläum sollen am 09. Mai 2026 beim Schulfest der Realschule plus Saarburg fortgesetzt werden, wenn der Gegenbesuch aus Frankreich ansteht.
Wie bereits in den letzten Jahren konnte die Austauschmaßnahme in Frankreich vollständig aus Mitteln aus dem europäischen Programm Erasmus + finanziert werden.
Da wir als Erasmus + Schule akkreditiert sind, konnten die Gelder für diese und andere Austauschmaßnahmen im kommenden Jahr bereits bei der EU beantragt werden.
Anfang November empfingen wir zum ersten Mal Besuch aus Venaria Reale an unserer Schule. 23 Schülerinnen und Schüler des Istituto comprensivo Venaria II, begleitet von drei Lehrkräften, verbrachten vier intensive Tage mit Schülerinnen und Schüler unserer siebten und zehnten Klasse. Gemeinsam beschäftigten wir uns damit, wie Menschen hier und vor Ort in Italien zur Zeit der Römer lebten und wir wir heute im geeinten Europa leben.
Im März geht unsere Zusammenarbeit weiter, wenn unsere Teilnehmenden nach Italien reisen.
Die Austauschmaßnahmen werden aus Mitteln der europäischen Programm Erasmus + finanziert.