Die Schönheit sehen lernen 

eigene Grenzen mithilfe zeitgenössischer Kunst im internationalen Kontext und metropolitanem Flair überwinden und Horizonte erweitern

 

Sprache und Kunst als Medium zum Erwerb von Schlüsselkompetenzen wie Toleranz, Empathie-, Kommunikationsfähigkeit, der Umgang mit Diversitäten und dem Unbekannten im Hinblick auf ein lebenslanges Lernen

 

Über nichts lässt sich bekanntlich so gut diskutieren und debattieren als über zeitgenössische Kunst. Das war früher schon so und hat sich bis heute nicht geändert. Beweise dafür liefern Künstler wie Van Gogh, die zu ihren Lebzeiten verkannt und sogar angefeindet und Jahre später für selbige Werke gefeiert und bewundert wurden, da sie mit ihrer Fähigkeit Schönheit zu sehen und einzufangen ihrer Zeit weit voraus waren.

Um sich von zeitgenössischer Kunst berühren zu lassen, braucht es somit einen großgeistigen Blick, ein unvoreingenommenes Gemüt, Empathie, Toleranz und die Fähigkeit einen Perspektivwechsel vorzunehmen. Kompetenzen, die die Klasse 10c bereits mehrere Male zuvor in Theateraufführungen unter Leitung der Klassenlehrerin und Theaterpädagogin Angela Seebach erlernt, ausgebaut und unter Beweis gestellt hat. So bot es sich gerade als Europaschule an, die Horizonte der Schüler*innen weiterhin auszubauen, indem man am Wandertag eine Grenzerfahrung der Superlativen kreierte:

 

Eine Reise nach Luxemburg in das Museum für zeitgenössische Kunst ,Mudam‘ zum Thema „Post-Kapital – Kunst und Ökonomie im digitalen Zeitalter“.

 

Bereits die intensive Planung der Fahrt wurde in einer professionellen, wertschätzenden, respektvollen und zielorientierten Atmosphäre und einer differenzierten aber auch übergreifenden Teamarbeit (Frau Seebach/Frau Durst/ Herr Stojanovic: Landeskunde, Politik, deutsche Sprache, französische Sprache, Kunst, Musik, Organisation, zeitgenössische Kunst) vorgenommen.

Die Schüler*innen durften auf dieser höchst erfahrungsreichen Exkursion mit Hilfe der Französischlehrerin und Landeskennerin Frau Durst, ihrem kunsterfahrenen Musiklehrer Herr Stojanovic und Frau Seebach ihrer Theater-, Deutsch- und Kunstlehrerin die Landes- und Sprachgrenze überschreiten, indem sie sich in einer Umgebung und Sprache bewegten, die nicht für alle Schüler*innen bekannt war. Außerdem, so ergab eine Umfrage, hatten bisher noch sehr wenige der Schüler*innen die Gelegenheit, sich von einem Museum und dazu noch von einem zeitgenössischen von außen und innen berühren zu lassen. Und gerade das Musée d`Art Moderne ,Mudam‘ ist nicht nur für seine internationalen Exponate berühmt, sondern auch für das schon fast futuristische Gebäude:

Kein geringerer Architekt als leoh Ming Pei, einer der bedeutendsten Architekten der Gegenwart, der auch maßgeblich an Bauten wie der National Gallery of Art in New York, dem Neubau der Bank of China Tower in Hongkong, dem Ausstellungshaus in Berlin und dem Grand Louvre in Paris mitwirkte, hat den Plan für das imposante Gebäude entworfen.

Lisa Marie Reiland klärte im Vorfeld in Form eines Referates über den Architekten und das hochrenommierte Gebäude auf und weckte somit die Neugierde der Schüler*innen.

Am Wandertag konnte man sich nach einer entspannten Busfahrt davon überzeugen, dass das ‚Mudam‘ tatsächlich ein Ort ist, um pure Ästhetik zu genießen. Wie vielfältig und offen das Gebäude der Kunst für alle künstlerischen Disziplinen wie Skulptur, Malerei, Tanzperformance oder Videokunst ist, wurde den Schüler*innen spätestens während der einstündigen Führung klar, die in einer eindrucksvollen Tanzperformance mündetet, die selbst den größten Kunstkritiker unter den Schüler*innen verwundert über sich selbst zugeben ließ: „Das hat mir jetzt echt gefallen, davon hätte ich gerne mehr gesehen.“

Auch die Skulpturen aus der Renaissance, die leicht modernisiert und abgeändert mit dem 3D Drucker modelliert zur Schau gestellt wurden, weckten das Interesse der Schüler*innen. Als besonders ästhetisch wurde das Flugzeug in der Eingangshalle empfunden. Gebunden an Schläuchen, die an einen menschlichen Darm erinnern sollten, verwies dieses Exponat auf die mittlerweile starke Abhängigkeit des Menschen der Technik gegenüber.

Auf der Rückreise wurden auch Stimmen laut, die es als besonders erfahrungsreich und überraschend positiv empfanden, dass sie einmal etwas „Andersartiges“ als das Gewohnte erleben durften.

Verständlicherweise und gemäß der Tradition moderner-avantgardistischer Kunst, die im 18. Jahrhundert ihren Ursprung fand, wurden nicht alle Exponate im ‚Mudam‘ von den Schüler*innen als „Kunst“ empfunden. Und somit ließ dieses für viele einmalige Erlebnis noch Wochen später Fragen offen und bot die Grundlage hitziger Gespräche und Diskussionen darüber, was zeitgenössische Kunst soll, kann oder will. 

„Vielleicht will, kann und soll sie genau das – Kommunikation und Diskussion schaffen“, so die Antwort der Initiatorin Angela Seebach, „Diskussion und Kommunikation durch Konfrontation sind natürliche Bestandteile der modernen Kunst wie auch die der demokratischen Bildung, sie gehören dazu, müssen sogar sein, sie sind ein Teil dessen, was ihren Wert ausmacht, um einen steten Austausch mit sich selbst und seiner Welt, eine kontinuierliche Weiterentwicklung und das Hinauswachsen über sich selbst in einer Gesellschaft sicherzustellen.“

 

 

Schülerinnen und Schüler nehmen an deutsch-luxemburgischen Wassersporttag teil

Die Aktion fand im Rahmen des europäischen Projektes "Leader" statt, dass die Zusammenarbeit über Grenzen hinweg in unserer Region unterstützt.

Bericht der Teilnehmenden

Am 06.10.21 haben wir von der Realschule plus Saarburg an einem deutsch-luxemburgischen Austausch mit fünf weiteren Schulen teilgenommen. Um 9:00Uhr ging es in Schoden am Sportplatz los. Dort lernten wir die Partner von den übrigen Schulen kennen und sind anschließend zum Kanuverleih gelaufen. Danach wurden wir in Kanus eingeteilt und sind losgefahren. Bei der Staufstufe Kanzem angekommen, mussten wir unsere Kanus aus dem Wasser tragen und haben etwas gegessen und getrunken. Nach der Stärkung haben wir uns mit unseren Kanus auf den Rückweg gemacht. Am Ziel angekommen,begaben wir uns gemeinsam auf den Weg zum Sportplatz. Dort angekommen, wartete leckeres Essen auf uns.

Nach einem erlebnisreichen Tag haben wir uns dann voneinander verabschiedet.

 

Lily und Jo-Emma

Schülerinnen und Schüler der Realschule plus Saarburg nehmen an der U18-Wahl teil 

Es ist Dienstagmorgen, dritte Stunde. Die Klasse 10d der Realschule plus Saarburg begibt sich in Raum 112, das Wahllokal für die U18-Wahl. Constantin berichtet, dass sein Sozialkundelehrer, Herr Prax, Plakate für die U18-Wahl mit in den Unterricht gebracht hat. Gemeinsam beschloss man dann, an der U18-Wahl teilzunehmen. 

“Zunächst haben wir uns im Sozialkundebuch über die großen Parteien informiert. Dann haben wir den Wahl-O-Mat benutzt”, sagt Julius. “Es gibt verschiedene Wahlkreise und 299 Direktmandate”, erklärt Louis. “Die Direktmandate gehen an den Kandidaten oder die Kandidatinnen, die die meisten Stimmen in ihrem Wahlkreis erhalten. Die Parteien müssen bei der Wahl mehr als 5% der Stimmen haben” fährt Louis fort. 

Als die Schülerinnen und Schüler dann ihren Wahlzettel erhalten, breitet sich zunächst Verwunderung aus. Bei der U18-Wahl, die deutschlandweit organisiert wird, gibt es nur einen Wahlzettel. Die wahlkreisspezifischen Wahlzettel für das Direktmandat stehen nicht zur Verfügung.  

Dennoch schreiten die Jugendlichen mit ihrem Wahlzettel ausgerüstet munter in ihre Wahlkabinen und setzen ihr Kreuzchen. Nachdem alle ihre Stimmzettel in die Wahlurne geworfen haben, berichten sie, welche Themen ihnen bei der Wahl wichtig sind. “Kein Tempolimit auf Autobahnen”, “der Mindestlohn ist wichtig” und “Verbrennungsmotoren sollen beibehalten werden”, berichten drei Jungs.  

Im Gespräch stellt sich heraus, dass manche gewählt haben, was der Wahl-O-Mat vorgeschlagen hat. Andere haben sich auch anders entschieden. Auf jeden Fall haben alle 166 teilnehmenden Jugendlichen den Wahlprozess komplett durchlaufen und sich über Informationsmöglichkeiten, Ablauf und Auswertung kundig gemacht. 

Die Ergebnisse der U18-Wahl in Saarburg, die vom Jugendzentrum Saarburg ausgewertet wurde, sind wie folgt:

Ergebnisse U18 Bundestagswahl 2021

 

 

Gymnasium

Realschule Plus

BBS

JUZ

Gesamt

(Platzierung)

CDU

26 (10,83%)

28 (16,87%)

11 (28,21%)

1 (100%)

66 (14,8%) (2)

SPD

49 (20 %)

33(19,88%)

12 (30,77%)

0

93 (20,85%) (1)

AfD

4 (1,67%)

13 (7,83%)

5 (12,82%)

0

22 (4,93%) (7)

FDP

31 (12,92%)

27 (16,27%)

4 (10,26%)

0

62 (13,9%) (3)

GRÜNE

47 (19,58%)

9 (5,42%)

1 (2,56%)

0

57(12,78%)

(4)

DIE LINKE

13 (5,42%)

14 (8,43%)

3 (7,69%)

0

30 ((6,73%)  (5)

FREIE WÄHLER

1 (0,42%)

2 (1,2%)

0

0

3 (0,67%)   (14)

Die PARTEI

13 (5,42%)

7 (4,22%)

1 (2,56%)

0

21 (4,71%)  (8)

PIRATEN

10 (4,17%)

8 (4,82%)

0

0

18 (4,04%)  (9)

ÖDP

2 (0,83%)

0

0

0

2 (0,45%)  (14)

NPD

0

1 (0,6%)

0

0

1 (0,22%)   (15)

V-Partei

0

1 (0,6%)

0

0

1 (0,22%)    (15)

MLPD

1 ((0,42%)

0

0

0

1 (0,22%)   (15)

dieBasis

0

6 (3,61%)

0

0

6  (1,35%)   (12)

DiB

7 (2,92%)

1 (0,6%)

0

0

8 (1,79%)    (11)

LKR

0

0

0

0

0

Die Humanisten

2 (0,83%)

0

0

0

0

Tierschutz-partei

27 (11,25%)

8 (4,82%)

2 (5,13%)

0

29 (8,3%) (6)

Team Todenhöfer

3 (1,25%)

6 (3,61%)

0

0

9 (2,02%)   (10)

Volt

4 (1,67%)

0

0

0

4 (0,9%)    (13)

ungültig

1 (0,42%)

2 (1,2 %)

0

0

3 (0,67%)   (14)

 

gesamt

240

166

39

1

446

 

 

Nun warten die Schülerinnen und Schüler mit Spannung auf die Ergebnisse der Bundestagswahl am kommenden Sonntag.

 

25-jähriges Dienstjubiläum

 

Wir gratulieren unserem Hausmeister Herrn Harald Erhard zum 25-jähriges Dienstjubiläum!

 

Schulleiter Klaus Paulus dankte im Namen der ganzen Schulgemeinschaft Herrn Erhard für seine langjährige, engagierte Arbeit.

 

Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlamentes Dr. Katharina Barley lernt unsere Europaschule kennen

Am 24.08.2020 hatten die Schülerinnen und Schüler der Realschule plus Saarburg Gelegenheit ihr Europaschule sozusagen auf höchster politischer Ebene vorzustellen, denn Frau Dr. Katharina Barley, Vizepräsidentin des Europäischen Parlamentes, hatte ihren Besuch angekündigt.

In einer Präsentation stellten 12 Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 die Demokratiebildung, Berufsorientierung und europäische Austauschmaßnahmen unserer Schule vor.

Frau Katharina Barley, begleitet von Herrn Lothar Rommelfanger (MDL) sowie Frau Simone Thiel als Vertretung des Kreises, folgten interessiert dem Vortrag und begaben sich sogleich ins Gespräch mit den Jugendlichen. 

Während Frau Barley die Ausführungen der Schülerinnen und Schüler als sehr professionell bewertete, gelang es ihr selbst adressatengerecht ihr eigenes berufliches Leben darzustellen und den Jugendlichen europäische Politik näher zu bringen. 

“An unserer Schule gibt es Schülerinnen und Schüler aus 35 Nationen”, erklärte unser Schulleiter Klaus Paulus, als einige Jugendlichen berichteten, dass sie es als bereichernd empfinden, dass in ihren Klassen Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Herkunftsländern sind. Frau Barley bestätigte, dass es im Europäischen Parlament auch viel von anderen zu lernen gibt und dass Diskussionen dort sicherlich ähnlich sind wie in der Klasse.  

Der Fragenkatalog der Schülerinnen und Schüler der von Fragen wie “warum sind Sie von der Bundespolitik auf die europäische Ebene gewechselt” über “sollte das Wahlalter auf 16 Jahre abgesenkt werden” bis hin zur Klimapolitik führte, konnte nicht abschließend abgearbeitet werden. Es gelang den Politikern aber das Interesse für Politik zu stärken und ein eigenes Engagement der Jugendlichen anzuregen. 

Lothar Rommelfanger, der selbst einmal Schüler der Realschule Saarburg war, erzählte, dass er über sein Mitwirken in der Schülervertretung Interesse daran gefunden habe sich politisch zu engagieren.

 

In der Zwischenzeit fanden wieder Wahlen zum Schülersprecher und zur Schülersprecherin statt: eine Chance für unsere Schülerinnen und Schüler  am demokratischen Prozess teilzunehmen, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen und vielleicht ihre Leidenschaft für politisches Engagement zu entdecken.

Wir gratulieren den Gewinnern der Wahl Celina Jäckel und Niklas Thiel!

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