Warum das Wahlpflichtfach Französisch belegen?

→ Aufgrund der geografischen Lage des Landes Rheinland-Pfalz und seiner

     Tradition kommt dem Französischunterricht bei uns eine besondere Bedeutung         zu.

 

→ Frankreich ist der wichtigste Handelspartner Deutschlands in Europa.

 

→ Die deutsch-französische Freundschaft hat zum europäischen Integrations-

     prozess beigetragen.

 

→ Französisch ist darüber hinaus in mehr als 40 Staaten, vor allem in Afrika,    

     Landes-und Amtssprache. Auch mit diesen LÄndern verbinden uns  intensive 

     wirtschaftliche, kulturelle und politische Beziehungen.

 

→ In den Organisationen und Gremien der EU ist Französisch offizielle

     Amtssprache.

 

→ In vielen Betrieben und gesellschaftlichen Bereichen sind daher Französisch-      

     kenntnisse besonders gefragt, was somit die beruflichen Chancen verbessert.

     Die steigende Nachfrage nach Fremdsprachenzertifikaten (z. B. Delf), auf die  

     viele Schulen vorbereiten, belegt dies.

 

→ Systematisches und genaues Arbeiten im Französischunterricht bildet eine      

     hervorragende Basis für das Sprachenlernen generell. Davon profitieren die

     Schülerinnen und Schüler beim Erwerb jeder weiteren Fremdsprache. Das 

     Erlernen der anderen romanischen Sprachen wie z. B. Spanisch, Italienisch,       

     Portugiesisch wird durch die erworbenen Französischkenntnisse erheblich

     erleichtert.

 

→ Die Wahl von Französisch als Fremdsprache entspricht der Forderung der  

     Europäischen Union, dass jedes Kind außer der Muttersprache mindestens zwei

     moderne Fremdsprachen erlernen sollte.

 

Dies sind gute Gründe, die französische Sprache zu erlernen (nach Broschüre „Fremdsprachen Erlernen in Rheinland-Pfalz, MBWJK, Dez.; 2011)

 

Den Wunsch, die Sprache unserer Nachbarn in Frankreich, aber auch Belgien und Luxemburg zu erlernen, teilen an unserer Schule zur Zeit ca. 180 Schüler/innen. In jeder Klassenstufe ab der 6. Klasse kommen gewöhnlich zwei Lerngruppen für Französisch zustande. Diese werden zur Zeit von Frau Mallmann, Frau Sands und Frau Martin unterrichtet.

 

 

Um den Unterricht modern und alltagsnah zu gestalten, haben wir vor vier Jahren ein neues Lehrwerk eingeführt (Tous ensemble aus dem Klett-Verlag).

Damit unsere Schüler/innen über den Unterricht hinaus in Kontakt mit jugendlichen Muttersprachlern kommen, arbeiten wir seit mehreren Jahren mit verschiedenen Partnerschulen zusammen (siehe auch „Partnerschulen“).

Schüler/innen der neunten und zehnten Klassen haben seit 2016 die Gelegenheit, Jugendliche des Lycée Colbert in Thionville in Frankreich zu treffen.

Ab der siebten Klasse nehmen unsere Schüler/innen an gemeinsamen Unternehmungen mit dem Institut Saint Joseph in Trois-Ponts in Belgien teil.

Seit Beginn des Schuljahres 2017/18 arbeiten wir an einer engen Partnerschaft ab der sechsten Klasse mit dem Collège Nicolas Untersteller in Stiring-Wendel in Frankreich.

 

Wir unterstützen gerne Schüler/innen, die an einem Individualaustausch teilnehmen.

Link: https://eu-int.bildung-rp.de/informationen-fuer-schuelerinnen-und-schueler.html

 

Häufig nehmen wir Fremdsprachenassistenten oder -assistentinnen an unserer Schule auf, die den Jugendlichen ihre Muttersprache und ihr Land vorstellen.

 

Schüler/innen, die sowohl Englisch, als auch Französisch lernen, haben häufig an sprachlichen bzw. international ausgerichteten Wettbewerben teilgenommen

(z.B. Europapreis der Landesvertretung Rheinland-Pfalz beim Bund und der Europäischen Union, FrancoMusiques, Bundeswettbewerb Fremdsprachen).

Wir sind sehr stolz darauf schon mehrere Preise gewonnen zu haben:

2. Platz beim Europapreis 2014

3. Landespreis im Bundeswettbewerb Fremdsprachen 2017

 

Organisation an unserer Schule

Schüler/innen, die Französisch erlernen wollen, müssen im sechsten Schuljahr das Wahlpflichtfach Französisch belegen. Während die übrigen Sechstklässler die Fächer HUS, WUV, TUN und IB im Wechsel durchlaufen, konzentrieren die Französischschüler sich auf dieses Fach: Im ersten Halbjahr des sechsten Schuljahres haben sie 4 Stunden Französisch in der Woche. Im zweiten Halbjahr des sechsten Schuljahres haben sie 2 Stunden Französisch und 2 Stunden IB pro Woche.

Gegen Ende des sechsten Schuljahres müssen die Kinder dann entscheiden, ob sie weiterhin Französisch belegen wollen oder auf HUS, TUN, WUV oder IB umsatteln möchten.

Nur im sechsten Schuljahr ist es möglich mit dem Fach Französisch zu beginnen! Ein Umwählen auf Französisch im siebten Schuljahr ist nicht möglich.

Schüler/innen, die Französisch im sechsten Schuljahr Französisch gewählt haben, können nach dem sechsten Schuljahr umentscheiden.

Fällt am Ende der Klasse 6 die Entscheidung für Französisch, so hat das Kind das Wahlpflichtfach Französisch für die kommenden vier Jahre (bei Ablegen des Sekundarabschluss I).

Wenn die Noten ausreichend sind, können die insgesamt fünf Jahre Französisch (Klasse 6-10) als ausreichende Kenntnisse in einer zweiten Fremdsprache (neben Englisch) als Voraussetzung für das Abitur gewertet werden. Viele unserer Schüler/innen, die  nach dem Sekundarabschluss I ein Abitur anstreben, belegen aber gerne erneut Französisch, um Punkte für das Abitur zu sammeln.

Deutsch-französisches Seminar "Schülerzeitung"

Unter dem Titel „Braucht es den Krieg, um den Frieden zu schätzen“ trafen sich vom  23.05.2018 bis zum 26.05.2018 achtzehn deutsche und französische Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 bis 18 Jahren und ihre Begleiter, um eine Schülerzeitung zu kreieren. Für unsere Schule nahmen Julie und Nora aus der 9b in Begleitung von Frau Sands teil.

Die Jugendlichen fuhren gemeinsam nach Verdun, um die dortigen Gedenkstätten des Ersten Weltkrieges kennen zu lernen. Im Museum „Mémorial de Verdun“ fanden die beiden Schülerinnen gemeinsam mit den übrigen Teilnehmern Informationen zu Schlachten um Verdun und entdeckten, was „die Hölle von Verdun“ für die Soldaten an der Front bedeutete: tausendfaches Sterben sowie Schmerzen, Hunger, Durst und Krankheit für die Überlebenden. Mit Bestürzung betrachteten sie anschließend die Abertausende von Knochen im Gebeinhaus von Douaumont und die Kreuze und Grabstelen der gefallenen Soldaten. Gemeinsam mit den Franzosen durchquerten sie die Pfade des Dorfes Fleury, das im Ersten Weltkrieg komplett ausgelöscht wurde und lernten den grauenvollen Alltag für die Soldaten im Fort de Douaumont kennen.

Die vielen Eindrücke der Exkursion wurden im weiteren Verlauf des Seminars auf mannigfaltige Weise verarbeitet. Die Jugendlichen schrieben fingierte Briefe zwischen Soldaten und ihren Familien zu Hause, verfassten lyrische Texte sowie Appelle für Krieg und Frieden wie sie 1914 in der Zeitung hätten zu finden sein können. Sie führten Interviews mit Besuchern von Verdun und recherchierten den Einsatz von muslimischen und jüdischen Soldaten für ihr jeweiliges Vaterland.

Auch Julie und Nora waren tief ergriffen von dem, was sie auf der Exkursion nach Verdun gesehen hatten. Gemeinsam mit französischen Schülern des Collège Giroud de Villette in Clamecy und des Lycée les Marcs d'Or in Dijon verarbeiteten sie ihre Impressionen in einer Bildergeschichte um einen verletzten Fuchs, der von einem Frontsoldaten gerettet wird und schließlich dem jungen Mann auf versteckte Weise das Leben retten kann. In diesem deutsch-französischen Team kreierten die Mädchen außerdem eine Collage in Form einer Friedenstaube und schnitten einen Videoclip, der junge Menschen in verschiedenen Situationen im Vergleich von 2018 und 1918 zeigt. Außerdem trugen Julie und Nora ihre Ideen zu einem bebilderten Alphabet des Kriegs und Friedens bei und arbeiteten hier mit zwei Schülern des Lycée Julien Wittmer in Charolles. Oben seht Ihr ein paar Fotos des Seminars.

Alle unsere Werke könnt Ihr euch am Tag der offenen Tür (Donnerstag, 21.06.2018) ansehen!

Insgesamt entstand eine interessante und vielseitige Schülerzeitung, die die Thematik für die Jugendlichen der verschiedenen Altersstufen (15 bis 18-Jährige) ansprechend darstellt. Mit Hilfe der entstandenen Zeitung können unsere beiden Schülerinnen nun als Multiplikatoren wirken und Mitschülern die europäische Geschichte näher bringen. In diesem Sinne fanden während des Seminars noch Vorträge und Diskussionsrunden statt, die den Blick auf den weiteren Verlauf des zwanzigsten Jahrhunderts erweiterten. Gemeinsam hoben die deutschen und französischen Jugendlichen die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft für die Entwicklung Europas und den anhaltenden Frieden auf unserem Kontinent hervor. Der Tenor der Veranstaltung bestand für Julie und  Nora sowie ihre französischen Freunde darin, dass wir für eine friedliche Zukunft aus der Vergangenheit lernen müssen.

Die Veranstaltung wurde von der ADD Trier und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräber Fürsorge e.V. (Landesverband RLP) organisiert und fand mit Unterstützung des deutsch-französischen Jugendwerks, der Stiftung Gedenken und Frieden und der Stiftung Lotto Rheinland-Pfalz statt.

Zu Besuch im Centre Européen Robert Schuman

„2018 ist das europäische Jahr des Kulturerbes“ - hiermit hatten sich unsere 7er und 8er Französischschüler noch nicht beschäftigt. Aber genau das geschah bei unserem Besuch im Centre Européen Robert Schuman in Scy-Chazelle am 07.05.2018, anlässlich des Europatages für Collège-Schüler 2018.

Nach unserer Ankunft trafen wir auf die französische Klasse, die mit uns den Tag „Journée des Collèges“ verbringen würde. Nach einigen Kennenlernaktivitäten bearbeiteten die 34 Jungen und Mädchen in deutsch-französischen Tandems ein Quiz zum europäischen Kulturerbe. Es gab Fragen zu europäischen Städten, Malerei und Musik, die jeweils über die mitgebrachten Smartphones beantwortet werden mussten.

Nach einem sonnigen Picknick im Park hatten die Jugendlichen die Gelegenheit eine transparente Pyramide zu erstellen, die es ermöglicht, ein Bild auf einem Tablet als Hologramm zu sehen. Alle die wollten, wurden hierzu fotografiert und konnten ihr Abbild gleich als Hologramm betrachten. Anschließend standen eine Führung durch das Robert-Schuman-Haus sowie eine Rallye durch den Ort auf dem Programm. Während die Tour durch das Gebäude von einem Museumsführer in französischer Sprache durchgeführt und von den Lehrern übersetzt wurde, war die Rallye wiederum zweisprachig digital auf dem Smartphone zu bearbeiten. Es galt Fragen zu beantworten, aber auch Orte per GPS zu finden, Selfies zu schießen und Ton- und Videoaufnahmen zu machen.

Nach einem letzten Gruppenfoto ging ein ereignisreicher Tag zu Ende.

Bei einer Einladung in eine Institution wie das Centre européen Robert Schuman repräsentieren unsere Schülerinnen und Schüler nach außen sichtbar unsere Schule und darüber hinaus, im weiteren Sinne auch Deutschland. Entsprechend gilt den Jugendlichen Dank, die durch Engagement in Teamaufgaben und vorbildliches Verhalten zum Gelingen des Tages beitragen und einen positiven Eindruck hinterlassen.

Die Fahrtkosten wurden von der Landesvertretung Rheinland-Pfalz beim Bund und der Europäischen Union im Rahmen der Europawoche 2018 übernommen.

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